Begrifflichkeiten aus dem Brandschutz- und Feuerwehrwesen
(Die Erklärungen dienen der Verständlichkeit, eine rechtliche Verbindlichkeit ist nicht gegeben)

 

A B C D E F G H I
J K L M N O P Q R
S T U V W X Y Z  

 

A

Aufenthaltsraum
Räume, die zum nicht nur  vorübergehenden Aufenthalt von Personen bestimmt oder genutzt werden. In der Praxis wird ein Raum mit Schreibtisch und Stuhl bereits als Aufenthaltsraum gewertet.

Aufstellfläche für die Feuerwehr
Es wird zwischen Aufstellflächen für Feuerwehrfahrzeuge und tragbaren Leitern unterschieden. Die einzuhaltenden befestigten Flächen werden in der DIN 14090 und  der Richtlinie 2012-3  „Flächen für die Feuerwehr“ - AGBF näher beschrieben. Sie werden durch die Traglast, Breite, Radius und Durchfahrtshöhe etc. definiert.

anleiterbare Stelle
Bezeichnet eine Stelle an einem Gebäude (Fenster oder Balkon) die mit den Leitern der Feuerwehr (Drehleiter/Steckleiter) erreicht werden kann. Bei Anwendung einer tragbaren Leiter darf diese nicht höher als 8,00m über Grund liegen.

B

baulicher Rettungsweg
Der 1. bauliche Rettungsweg  wird in der Regel durch einen Flur ggf. in Verbindung mit einem Treppenraum der ins Freie führt dargestellt. Abhängig von der Nutzung und der Höhe des Gebäudes werden unterschiedliche Anforderungen gestellt. (zuständige Bauordnung)  Der 2. Rettungsweg kann abhängig der Gebäudeart baulich oder durch Leitern der Feuerwehr dargestellt werden.

Brand
als einen Brand bezeichnet man ein nicht bestimmungsgemäßes Brennen, das sich unkontrolliert ausbreiten kann. Im Gegensatz ist Feuer ein bestimmungsgemäßes Brennen (Nutzfeuer).

Brandabschnitt
Als Brandabschnitt wird der Teil eines  Gebäudes oder einer Gebäudegruppe bezeichnet, der durch Wände und/oder Decken begrenzt ist, an diese werden  bestimmte Anforderungen (Feuerwiederstand) gestellt. Ein Rauchabschnitt hingegen verhindert nur die Ausbreitung des Brandrauches in weitere Gebäudeteile.

Brandbelastung
Brandbelastung bezeichnet die Wärme pro Flächeneinheit oder Rauminhalt, die sich beim vollständigen Verbrennen der vorhandenen Stoffe entwickeln kann.

Brandgase (Brandrauch)
Brandgase sind ein gasförmiges Gemisch aus Oxiden, inerten Anteilen und Pyrolyseprodukten (Verbrennungsprodukte). z.B.  Blausäure, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Schwefelstoffdioxid, etc.

Brandklasse
Der Begriff Brandklasse kennzeichnet eine Gruppe brennbarer Stoffe mit gleichen Zustandseigenschaften, der bestimmte Löschmittel zugeordnet werden. Die DIN EN E2 unterscheidet zwischen folgenden Brandklassen:

  • Klasse A: feste brennbare Stoffe, z.B. Holz, Kunststoff, Papier
  • Klasse B: brennbare flüssige oder flüssig werdende Stoffe, z.B. Paraffin, Wachs, Fette
  • Klasse C: brennbare Gase, z.B. Butan, Propan, Ethan
  • Klasse D: Brände von Metallen, z.B. Magnesium, Aluminium
  • Klasse F: Brände von Speiseölen und Frittierfetten.
Brandlast
Brandlast bezeichnet das Produkt aus Masse eines brennbaren Stoffes und seinem Heizwert.

Brandmelder
Ein technisches Gerät welches zum Detektieren eines Brandes durch verschiedene Arten von Sensorik in Gebäuden installiert wird. (z.B. Rauchmelder, Flammenmelder, Wärmemelder, Co-Melder, Linearmelder etc.

Brandmelderanlage
Eine Brandmelderanlage (BMA) ist eine technische Gefahrenmeldeanlage zur Brandfrüherkennung, Brandmelder (Rauchmelder, Linearmelder Flammenmelder, Sprinkleranlagen etc.) detektieren ein Ereignis und meldet diesen an die BMA. Das Signal wird ausgewertet und ggf. die Feuerwehr informiert und die Brandfallsteuerungen ausgelöst. Eine interne BMA alarmiert nicht Feuerwehr, sondern löst einen internen Alarm im Objekt aus. Eine automatische BMA alarmiert über eine Übertragungseinrichtung die Feuerwehr.

Brandschau
Die Brandverhütungsschau ist eine regelmäßige behördliche Prüfung von Gebäuden, Betrieben und Einrichtungen in denen eine erhöhte Brandgefahr besteht oder in denen bei Ausbruch eines Brandes eine große Anzahl von Menschen, Tieren oder erhebliche Sachwerte gefährdet sind.
Die gesetzliche Grundlage der Brandverhütungsschau findet sich im § 26 des Gesetzes über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) NRW.

Brandschutz
Brandschutz ist der Oberbegriff für den vorbeugenden-, organisatorischen-  und abwehrenden Brandschutz.

  • vorbeugender Brandschutz: vorkehrende bauliche Vorgaben
  • organisatorischer Brandschutz: schriftliche Anweisungen für Verhaltens-, Durchführungs- und Vorkehrende Maßnahmen
  • abwehrender Brandschutz: Maßnahmen der Feuerwehr und Hilfsorganisationen im Schadenfall


Brandschutzbeauftragter
Person in einem Betrieb der bauaufsichtlich gefordert werden kann. Die Ausbildung des Brandschutzbeauftragten wird in den Vorgaben der DGUV-Information 205-003 (ehemals vfdb-Richtlinie 12-09/01) geregelt. Seine Aufgaben sind die Überwachung der brandschutztechnischen Einrichtungen und deren Prüfungsintervalle, ist beratend tätig bei baulichen Veränderungen, schult und sensibilisiert die Mitarbeiter im Bereich Brandschutz.

Brandschutzbeschichtung
Brandschutzbeschichtungen bestehen in der Regel aus dämmschichtbildenden Beschichtungen die Stahl- und Holzkonstruktionen für eine bestimmte Feuerwiderstandsdauer effektiv schützen. Verwendbare Materialien sind z.B. Feuerschutzanstriche, Verkleidung mit Rigipsplatten der Pomadplatten etc.

Brandschutzdienststelle
Behördliche Einrichtung welche die baurechtlichen Belange im Bereich Brandschutz wahrnimmt. Sie verfasst Stellungnahmen zu Bauvorhaben und kontrolliert Objekte auf Einhaltung Brandschutz-Vorgaben in regelmäßigen Zeitabständen. Die rechtliche Grundlage befindet sich im §25 „Brandschutzdienststelle“ des BHKG´s

Brandschutzerziehung
Die Brandschutzerziehung und -aufklärung dient der vorbeugenden Aufklärung aller Bevölkerungsgruppen. Hierbei beginnt die Zielgruppe bereits im Kindergarten und führt über Brandschutz-Tipps in allen Alltagsbereichen bis hin zur Informationsarbeit für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen.

Brandschutzhelfer
In Betrieben, die einer Berufsgenossenschaft angehören, muss eine bestimmte Anzahl von Arbeitnehmern zum Brandschutzhelfer ausgebildet sein. Deren Aufgabe ist es, vorbeugende Maßnahmen zur Verhütung von Bränden zu treffen, im Brandfall richtig zu handeln und ein Bekämpfen des Entstehungsbrandes durch das Bedienen der verschiedenen brandschutztechnischen Einrichtungen durchzuführen. Die Ausbildung wird in den Vorgaben der DGUV Information 205-023  „Brandschutzhelfer Ausbildung und Befähigung“ geregelt.

Brandschutzkonzept
Brandschutzkonzepte werden für ein Gebäude erforderlich, wenn von baurechtlichen Anforderungen abgewichen werden soll, oder es sich um ein Gebäude besonderer Art und Nutzung (Sonderbau) handelt. Erstellt wird ein solches Brandschutzkonzept von einem Fachplaner (Brandschutzingenieur).

Brandschutzordnung
Die Brandschutzordnung ist das zentrale Regelwerk für alle Fragen des organisatorischen Brandschutzes in einem Betrieb. Hier werden in 3 verschiedenen Teilen (Teil A, B und C) Verhaltensanweisungen im Bereich vorbeugender Brandschutz und im Gefahrenfall beschrieben und festgehalten. Die Ausführungen sind in der Din 14096 vorgegeben.

Brandschutzschulung
Die Brandschutzhelfer-Schulung ist als Fortbildungsveranstaltung für bereits ausgebildete Brandschutzhelfer ausgerichtet und ist in regelmäßigen Zeitabständen zu wiederholen. Der Inhalt dieser Schulung richtet sich nach den Vorgaben nach  DGUV 205-023.

Brandschutztechniker
Personen die mindestens über eine Gruppenführerausbildung und die Qualifikation zur Brandschutztechnikerin oder zum Brandschutztechniker verfügen. Sie übernehmen für die Gemeinden die Aufgabe der Durchführung von Brandverhütungsschauen durch.  

Brandschutztüre
Auch Feuerschutzabschluss genannt, wird in Trennwänden und Brandwänden gefordert. Hält je nach Qualifizierung zwischen 30 und 120min einer Flammenbeaufschlagung stand. Kann in Holz oder Metall ausgeführt werden. Brandschutztüren sind grundsätzlich geschlossen zu halten, dass Unterkeilen  von Brandschutztüren stellt eine Straftat dar und beschädigt gleichzeitig die Schutzfunktion. Türen können durch eine brandfallgesteuerte Feststellanlage im laufenden Betrieb eines Objekt dauerhaft geöffnet werden.

Brandschutzunterweisung
Durch das Arbeitsrecht vorgegebene brandschutztechnische Unterweisung. Es sind einmal jährlich alle Mitarbeiter-/innen über das Verhalten im Gefahrenfall, das Alarmieren der Rettungskräfte, über die brandschutztechnischen Einrichtungen und die Flucht- und Rettungswegsituation des betreffenden Objektes zu informieren. § 12 ArbSchG – Unterweisung

Brandwand
Als Brandwand werden Wände zur Abgrenzung bzw. Trennung von Brandabschnitten bezeichnet. Brandwände verhindern die Ausbreitung von Feuer und Rauch auf weitere Gebäude. Sie weisen eine Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten auf und müssen während eines Brandes stand- und stoßsicher bleiben.

Brennen
Brennen bezeichnet eine mit Flamme und / oder Glut selbständig ablaufende exotherme (wärmeabgebende) Reaktion zwischen einem brennbaren Stoff und Sauerstoff.

C  kein Eintrag

D

Deflagration
Als Deflagration wird eine Oxidationsreaktion unterhalb der Schallgeschwindigkeit bezeichnet, die sich durch freiwerdende Reaktionswärme fortpflanzt.

Detonation
Eine Detonation ist eine plötzliche Oxidations- oder Zerfallsreaktion, die mit einer Stoßwelle gekoppelt ist und oberhalb der Schallgeschwindigkeit abläuft. Sie ist gekoppelt mit einem hohen Temperatur und Druckanstieg.
 

E

Einheits-Temperaturzeitkurve (ETK)
Der Begriff Einheits-Temperaturzeitkurve (ETK) bezeichnet die bei einer Feuerwiderstandsprüfung, unter bestimmten Standardbedingungen, gemessene zeitabhängige Temperaturänderung. Während einer Brandprüfung von Bauprodukten folgen die Temperaturen der Einheits-Temperaturzeitkurve (ETK) gemäß DIN 4102-2. Die Zeitangaben der Feuerwiderstandsklassen von Bauprodukten beziehen sich daher auf einen Brand, der der Einheits-Temperaturzeitkurve (ETK) folgt.
 
Evakuierung
Das Entleeren eines Gebäudes bedingt durch eine Gefahr. Personen und Betroffene werden mit Hilfe von Evakuierungshelfern in sichere Bereiche geführt und dort Betreut.

Evakuierungshelfer
Geschulte Personen mit der Aufgabe in einem Gefahrenfall Maßnahmen zu ergreifen. Sie Räumen Teilbereiche eines Gebäudes oder Evakuieren ein gesamtes Gebäude. Sie führen Betroffene in sichere Bereiche und betreuen diese dort.

Explosion
Der Begriff Explosion bezeichnet eine plötzliche Zerfalls- oder Oxidationsreaktion, welche eine Temperatur- oder Druckerhöhung oder beides gleichzeitig bewirkt.
Es wird je nach Geschwindigkeit der Reaktion zwischen Deflagration und Detonation unterschieden.

F

Fettexplosion
Fettexplosion ist eine schlagartige Verdampfung von Wasser, das in siedendes Fett oder Öl eingebracht wurde und als Wasserdampf schlagartig aufsteigt und gleichzeitig brennendes Fett / Öl mitreißt. Es entsteht ein riesiger Feuerball.

Feuer
Feuer ist ein Begriff für bestimmungsgemäßes Brennen (Nutzfeuer).

Feuerschutzabschluss
Ein Feuerschutzabschluss ist ein selbstschließendes Bauteil, das im geschlossenen Zustand den Durchtritt eines Brandes durch Wand- oder Deckenöffnungen über eine bestimmte Zeitdauer verhindern soll. Ein Feuerschutzabschluss ist z. B. eine Brandschutztür, Brandschutzklappe, Brandschutzrolladen oder Brandschutztor.

Feuerwehrplan
Objekte mit besonderer Gefährdung für eine Vielzahl von Personen oder Sachwerten  (Schulen, größere Verkaufsstätten) müssen als Auflage durch das Bauamt einen Feuerwehrplan erstellen. Dieser dient der Feuerwehr zur Orientierung und Informationsgabe über besondere Gefahren, Zugänge, Aufstellflächen, Ansprechpartner etc. Ein Feuerwehrplan muss nach DIN 14095 erstellt sein.

Feuerwehreinsatzplan
Bei Industrieanlagen und Objekten von denen eine besondere Gefahr ausgeht, werden im Vorfeld taktische Maßnahmen und Vorgehensweisen schriftlich von der Feuerwehr geplant und festgelegt.

Feuerwehrlaufkarte
Die Feuerwehrlaufkarte dient den Einsatzkräften zur Orientierung in einem Gebäude. Diese wird in Verbindung mit einer Brandmelderanlage erstellt und weist den Einsatzkräften den Weg zudem ausgelösten Brandmelder. Weiter enthalten diese erste Informationen über das Gebäude.

Feuerwiderstandsfähigkeit
Der Begriff Feuerwiderstandsfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit eines Bauteils, innerhalb einer genormten Brandprüfung, über eine festgelegte Dauer, Anforderungen wie z. B. Tragfähigkeit, Raumabschluss und / oder Wärmedämmung zu erfüllen. Es wird nach DIN 4102-2 unterschieden zwischen Feuerhemmend (F30), hochfeuerhemmend (F60), feuerbeständig (F90), hochfeuerbeständig (F120) und höchstfeuerbeständig (F180)

Flamme
Flamme bezeichnet den Bereich brennender oder anderweitig exotherm reagierender Dämpfe oder Gase, von dem sichtbare Strahlung ausgeht.

Fluchtweg
Fluchtwege sind meist gekennzeichnete Wege, z.B. Flure, Treppen und Ausgänge ins Freie, über die Menschen und Tiere im Gefahrenfall bauliche Anlagen verlassen und sich in Sicherheit bringen können (Selbstrettung).

Flucht- und Rettungswegplan
Er dient im Gefahrenfall, Personen zur Orientierung in einem Gebäude. Der Plan stellt grafisch den sichersten Weg aus einem Gebäude in sichere Bereiche dar. Die Pläne sind nach der DIN ISO 23601 zu erstellen.

Flugfeuer
Flugfeuer bezeichnet den Flug größerer Teile von brennbaren Stoffen, welche durch Aufwind oder Wind verursacht werden.

G

Gefahrenbereich
Als Gefahrenbereich wird der Ort bezeichnet, in dem besondere Gefahren für Menschen,
Tiere und / oder Sachwerte drohen.

Gefangene Räume
Als gefangene Räume werden Räume bezeichnet, die keine direkte Anbindung an den 1. Rettungsweg (Flur oder Treppenraum) haben und nur über Vorräume zu erreichen bzw. zu verlassen sind.

Glut
Glut ist ein erwärmter fester oder flüssiger Stoff mit sichtbarer Wärmestrahlung.

H kein Eintrag

I

Implosion
Als Implosion wird das plötzliche Zerstören von Wandungen eines unter Unterdruck stehenden Behälters, Rohres oder ähnlichen Anlagenteils bezeichnet.

J kein Eintrag

K kein Eintrag

L

Landesbauordnung
Bauordnung  für das Land Nordrhein-Westfalen - Landesbauordnung - (BauO NRW), in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. März 2000

M

Musterbauordnung
Musterbauordnung – MBO – Fassung November 2002 regelt das bundeseinheitliche Baurecht

N

Notausgang
Ein Notausgang  ist ein Ausgang aus einem Objekt, der in Notfällen benutzt werden soll. Er wird durch genormte Piktogramme gekennzeichnet. Ein Notausgang muss jeder Zeit durch einen Handgriff zu öffnen sein. Die Breite des Notausganges wird durch die Anzahl der Nutzer bestimmt.

Notausstieg
Ein Notaustieg ist in der Regel ein Fenster. Dieses Fenster muss eine Öffnung von min. 0,90x1,20m aufweisen. Die Brüstungshöhe darf ab Fußbodenoberkante nicht höher als 1,20m sein.

Nutzungseinheit
Ein in sich abgeschlossener Bereich, dieser kann aus einem oder mehreren Räumen bestehen.
(Einraumwohnung, Etagenwohnung, Arztpraxis etc.)

notwendiger Flur
Notwendige Flure müssen zu anderen Räumlichkeiten brandschutztechnisch abgeschottet sein. In diesen dürfen keine Brandlasten gelagert werden, die Fluchtwegbreite ist abhängig der Personenzahl frei zu halten. Gilt als Verbindung von Nutzungseinheiten zum sicheren Treppenraum oder ins Freie. Die Ausführung und Notwendigkeit wird im § 38 BauO NRW geregelt.
 
Notleiter
Wird senkrecht an Gebäude/technische Anlagen installiert. Ist eine umstrittene Möglichkeit um den 2. baulichen Rettungsweg  darzustellen. Sie kann nachträglich zur Sicherstellung des 2. baul. RW baurechtlich gefordert werden. Der Ursprung kommt aus der Industrie, hier werden diese Notleitern als baulicher Rettungsweg für Technische Anlagen eingesetzt.

O kein Eintrag

P kein Eintrag

Q kein Eintrag

R

Rauchabschnitt
Gemäß Bauordnungsrecht sind notwendige Flure durch nicht abschließbare, rauchdichte und selbstschließende Abschlüsse in Rauchabschnitte zu unterteilen. Diese verhindern das Verrauchen der Bereiche um eine Entfluchtung möglichst lange zu ermöglichen.

Rauch- u. Wärmeabzug (RWA)
Eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA) soll im Brandfall den Brandrauch schnellstmöglich aus Gebäuden nach außen abführen. Somit wird eine Verrauchung der Fluchtwege hinausgezögert und ein Wärmestau verringert.

Rauchmelder
Technisches Gerät zur Brandfrüherkennung. Verschieden Arten von Sensoren erkennen programmierte Kenngrößen und lösen einen Warnton aus.

Rauchmelderpflicht NRW
Ab dem 01.Januar 2017 müssen alle Privatwohnungen (Miet u. Eigentum) in Schlaf- und Kinderzimmer sowie Flure, die als Rettungswege von Aufenthaltsräumen (dazu gehören Wohnzimmer) dienen, mit mindestens je einem Melder ausgestattet sein. In Kellern und Treppenhäusern außerhalb der Wohnung müssen keine Melder installiert werden. Küche und Badezimmer sind ebenfalls ausgenommen. BauO NRW §49 Abs. 7

Räumen
Räumen ist das Beseitigen von Trümmern und Hindernissen.

Räumung
Eine Räumung beschreibt das horizontale oder vertikale verschieben von Betroffenen aus einem Gefahrenbereich in einen sicheren Bereich. (Teilevakuierung)

Rettungsweg
Beschreibt den Zugriffsweg der Feuerwehr zur Menschenrettung oder Brandbekämpfung. Stellt in den meisten Fällen gleichzeitig den Fluchtweg dar. Aus jedem Gebäude muss mindestens ein Rettungsweg über einen Treppenraum oder Ausgang ins Freie sichergestellt werden. Der 2. Rettungsweg kann auch (abhängig vom Gebäude)  über Leitern der Feuerwehr sichergestellt werden.

S

Sammelpunkt
Der Begriff Sammelpunkt definiert einen festgelegten Treffpunkt in einem sicheren Bereich. Hier treffen sich alle Personen die durch eine Evakuierung das entsprechende Gebäude verlassen mussten. Die Örtlichkeit wird im Vorfeld (i.d.R. in der Brandschutzordnung) bekannt gegeben. Eine Kenntlichkeit mit einem Schild wird empfohlen ist aber nicht zwingend vorgeschrieben.

T

Treppenraum
Innenliegende Treppe um mehrere Geschosse in einem Gebäude zu verbinden. Man unterscheidet zwischen notwendigen Treppenräumen mit brandschutztechnischen Anforderungen und einem "normalen" Treppenraum. Grenzen mehr als 5 Nutzungseinheiten oder Nutzungseinheiten mit einer Größe von mehr als 400qm an einen Treppenraum wird er als "notwendig" bezeichnet.

Treppenhaus
Außen liegendes und eigenständiges Gebäude mit einer Treppe um mehrere Geschosse eines Gebäudes zu verbinden.

U kein Eintrag

V

Vorbeugender Brandschutz
Vorbeugender Brandschutz ist der Überbegriff für alle Maßnahmen, die im Voraus die Entstehung, Ausbreitung und Auswirkung von Bränden verhindern beziehungsweise einschränken.

W kein Eintrag

X kein Eintrag

Y kein Eintrag

Z

Zufahrt für die Feuerwehr
Die einzuhaltenden befestigten Flächen werden in der DIN 14090 und  der Richtlinie 2012-3  „Flächen für die Feuerwehr“ - AGBF näher beschrieben. Sie werden durch die Traglast, Breite, Radius und Durchfahrtshöhe etc. definiert. Muss mit einem Schild "Feuerwehrzufahrt" gekennzeichnet sein.